Bücher

Choreographien der Seele

Lösungsorientierte Systemische Psycho-Somatik

Die "Choreographien der Seele" stellen den Versuch dar, die wesentlichen Aussagen und Fragestellungen der verschiedenen systemischen Perspektiven, von den Anfängen einer Virginia Satir (wachstumsorientierte Perspektive) und eines Salvadore Minuchin (strukturelle Perspektive) bis zu den narrativen Konzepten eines Harry Goolishian und Michael White (narrative Perspektive), darzustellen. Mir ging es hier im Wesentlichen um die relevanten Fragestellungen für eine Therapiestunde. Jedes Kapitel, d.h. jede systemische Perspektive (zirkulär, strukturell, strategisch, etc.), enthält am Ende einen kleinen Fragenkatalog für die Therapiestunden und weiterführende Literaturhinweise. 

 

Dieser Abschnitt gefällt mir bis heute sehr gut, weil sich ein theoretisches Konzept leichter verstehen lässt, wenn man es in seine Bestandteile zerlegt. Daher empfinde ich diese Aufbereitung der grundlegenden, systemischen Perspektiven und ihrer Begründer bis heute als sehr gelungen.

 

Im zweiten Abschnitt habe ich die acht systemischen Perspektiven um eine körperorientierte Perspektive ergänzt. Der Körper stellt ein Medium dar, mit dessen Hilfe Beziehungen verkörpert werden können. Und mit Hilfe des Körpers kann heute möglich gemacht werden, was damals nicht möglich war. Insbesondere bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisinhalte, d.h. dem Versuch, Überlebenshaltungen, die heute nicht mehr sinnvoll sind, durch lösende Bewegungen oder auch Lösungsbewegungen zu ersetzen. Der Körper als spürendes Element, der Zugang schafft zum seelischen Raum, kann dabei eine große Hilfe sein. 

 

Der dritte Abschnitt stellt in sehr kurzer, knapper und prägnanter Form 60 Beispiele aus der Praxis vor, die die Arbeitsweise einer körperorientiert-systemischen Therapie sichtbar machen. 

 

Mein erstes Buch, sicherlich im Sturm und Drang meiner Anfangsjahre geschrieben, stellt bis heute das Fundament und die Grundlage meiner körperorientierten, systemischen Vorgehensweise dar. 

 


Einführung in die körperorientierte Systemische Therapie

Lösungsorientierte Systemische Psycho-Somatik

Die Einführung, interessanterweise nach den Choreographien geschrieben, orientiert sich am Verlauf einer körperorientierten, systemischen Therapiestunde. Vom Beginn in den ersten Minuten, den ersten Möglichkeiten körperorientierter Interventionen, der emotionalen Vertiefung von Erlebnisinhalten, zur Integration, dem Transfer, bis hin zu einem gelungenen Abschluss, beschreibt dieses Buch jedes Stadium vom Beginn bis zum Abschluss einer Stunde. Dieses Buch gefällt mir so gut, weil es in seinen knapp 100 Seiten und anhand seiner klaren Struktur, eine gelungene Einführung in eine, den Körper integrierende Systemische Form der Psychotherapie darstellt. So sind die einzelnen Schritte für Jedermann gut nachvollziehbar. Würde ich das Buch heute noch einmal schreiben, ich würde es genau so wieder schreiben.


System & Körper. Der Körper als Ressource in der systemischen Praxis

Der Körper als Ressource in der systemischen Praxis

Nachdem ich die Grundlagen beschrieben und eine Einführung geschrieben hatte, ging es mir in meinem dritten Buch darum, über den eigenen Tellerrand zu schauen. So entstand mein erstes Buch als Herausgeber. Der erste „System & Körper“-Band stellt 12 zum Teil sehr unterschiedliche Möglichkeiten von 12 Autoren vor, die Komfortzone von Sitzen und Reden zu verlassen und in Bewegung zu kommen, im wörtlichen Sinne. 

 

Während in meinen eigenen Texten der Fokus immer auf Systemischer Therapie in ihrer Verbindung zur Körperpsychotherapie steht, sind hier auch Möglichkeiten aufgegriffen worden, in Bewegung und Interaktion zu kommen, ohne dass jedoch dabei der Fokus bewusst auf den Körper gelegt wird. Das wiederum hat mich an der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen fasziniert. Es wird zwar in Räumen, die das erlauben, zwischen Eltern und Kindern rumgetobt - um nur ein Beispiel zu nennen -, es kommt also zu sehr intensiven körperorientierten Handlungen, jedoch ohne dass diese vom Therapeuten initiiert werden müssten. 

 

Auf diese Weise werden Möglichkeiten geschaffen, unmittelbar an den so entstehenden Interaktionen zu arbeiten. Der Therapieraum wird dabei zum Modellraum, in dem lösende Handlungen, Emotionen und Worte unmittelbar in der aktuellen Situation erprobt werden können. Denn, wenn auch nur gespielt wird, die Tränen des Jungen, der gegen seinen Vater immer nur verlieren darf, sind echt.

 

Kurz und gut, die Möglichkeit, all meine wundervollen Kolleginnen und Kollegen in meinem dritten Buch zu Wort kommen zu lassen, hat mir sehr viel Freude bereitet. 

 


System & Körper. Kreative Methoden in der systemischen Praxis

Der Körper als Ressource in der systemischen Praxis

In meinem vierten Buch bin ich, ebenfalls als Herausgeber, noch einen Schritt weiter gegangen und habe mich auf die Suche nach Möglichkeiten begeben, das Reden um kreative Methoden anzureichern. Hier werden 10 Möglichkeiten vorgestellt, den rein verbalen Dialog auf kreative Weise zu einem Dialog in Handlungen werden zu lassen. Es kann sich dabei um ganz unterschiedliche, kreative Handlungen handeln. Der Fokus liegt hier nicht mehr auf der Bewegung oder dem Körper, sondern auf dem Medium (z.B. Papierwänden), welches zu einem kreativen Miteinander einlädt. 

 

Das fand ich reizvoll. Das Modell "Sitzen und Reden" zu verlassen, um anhand dritter Elemente in Interaktion zu kommen. Den Stundenprozess zum Beispiel an mit Papier beklebten Wänden zu dokumentieren - schreibend, zeichnend, kritzelnd oder malend - symbolisiert auf einer erlebnisintensivierenden Ebene das therapeutische Geschehen. Das fand ich so reizvoll und wertvoll, dass ich mich nach den unterschiedlichsten Möglichkeiten umgesehen habe, miteinander kreativ zu werden. Auf diese Weise wird der rein verbale Dialog um kreative Elemente bereichert und intensiviert, ohne dabei den Fokus auf Körperpsychotherapie oder den Körper als Medium zu legen.